Phobien

Menschen mit Phobien haben Angst vor Situationen oder Objekten, die objektiv betrachtet keine Bedrohung darstellen, oder aber die Angst der Betroffenen ist unangemessen groß. Sich den gefürchteten Situationen auszusetzen, ist für Angstpatienten kaum zu ertragen. Wenn es möglich ist, versuchen sie diese ganz zu vermeiden. 

Als Folge ziehen sich manche Betroffenen immer weiter zurück und werden so in ihrer Handlungsfreiheit stark eingeschränkt. Obwohl sie wissen, dass das Ausmaß ihrer Angst irrational ist, können sie diese nicht kontrollieren.

Phobien erzeugen einen hohen Leidensdruck. Die Angst geht nicht nur mit bedrohlichen Gedanken einher, sondern auch mit körperlichen Symptomen wie Zittern, Schweißausbrüchen oder Herzklopfen. Ist die Phobie stark ausgeprägt, befürchten manche Betroffene sogar an den körperlichen Auswirkungen zu sterben.

Viele Angstpatienten vermuten zunächst eine organische Ursache ihrer Beschwerden und laufen von einem Arzt zum anderen. Bei manchen dauert es Jahre, bis die richtige Diagnose gestellt wird und ihnen passende Hilfe angeboten werden kann.

Es gibt verschiedene Arten von Phobien, die sowohl alleine, als auch in Kombination auftreten können. Experten unterscheiden zwischen den folgenden drei Formen phobischer Störungen, die Soziale Phobie, die Agoraphobie und die spezifischen Phobien:

n vielen Fällen leiden die Betroffenen neben der phobischen Störung an weiteren psychischen Beschwerden. Etwa 60 Prozent der Angstpatienten haben außerdem Depressionen. Auch das Risiko, nach Medikamenten, Drogen oder Alkohol abhängig zu werden, ist deutlich erhöht.

Weitere mögliche Symptome aus dem Bauch- und Brustkorbbereich sind: 

  • Atembeschwerden
  • Beklemmungsgefühl
  • Brustkorbschmerzen oder -missempfindungen
  • Übelkeit und Unwohlsein in der Bauchregion

Typische psychische Symptome sind:

  • Gefühle von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit
  • das Gefühl, die Objekte seien unwirklich oder man selbst weit entfernt und nicht wirklich da (Derealisation und Depersonalisation)
  • die Angst vor Kontrollverlust, Angst, verrückt zu werden oder auszuflippen
  • die Angst zu sterben

 

Zusätzlich zu den genannten Beschwerden leiden die Betroffenen oft unter Hitzewallungen oder Kälteschauern sowie Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühlen. Die Betroffenen sind durch die Symptome und die Folgen stark emotional belastet. Sie wissen jedoch, dass die Angst übertrieben ist.